Den Auftakt dieser Ausstellung markiert die Performance We are ocean. In ihr kommt die Künstlerin mit dem Schiff zur Galerie – als körperliche Geste der Annäherung, des Ankommens, der Durchlässigkeit. Es ist eine Bewegung vom Wasser her, nicht vom Land. Im anschließenden Ritual wird Wasser nicht dargestellt, sondern getragen, geteilt, gewürdigt. Die Künstlerin wird Medium, Trägerin, Gastgeberin einer Handlung, die Grenzen auflöst: zwischen Körper und Umgebung, zwischen Kunst und Element.
Die Komposition von Matthias Albold begleitet die Performance mit einer Klanglandschaft, die zugleich mahnend und durchlässig wirkt. Durch die Verwebung von Schiffssignalen, Leuchtturmtönen und natürlichen Klangtexturen entsteht eine akustische Verbindung zwischen Zivilisation und Natur – ein Echo der Durchlässigkeit, das den Raum vibrieren lässt.
Diese Performance ist nicht nur Teil der Ausstellung. Sie ist eine Erinnerung: Wir sind nicht Beobachter:innen der Welt – wir sind Teil ihrer Strömungen. Wir sind nicht außerhalb von Ökologie – wir sind selbst hydrographische Körper. Wir sind nicht über dem Wasser – wir sind Wasser.