Auch in der Serie intertidal ecographies zeigt sich dieses Prinzip des Spürens: Die Gezeitenzone – weder ganz Land noch ganz Meer – wird zum Ort, an dem das Binäre sich auflöst. Hier beginnt ein anderes Wissen: ein verkörpertes, relationales, tastendes Wissen. Es ist dieses Zwischen, das Chili Seitz interessiert – nicht als Unschärfe, sondern als eigentlicher Ort von Erkenntnis. Die Arbeiten sind auf Island im Rahmen eines Stipendium der European Union und Goethe Inst. in der SíM residency Reykjavik entstanden.