wind und wetter, 2021

Die Fahne an sich wird nur durch den Wind in Bewegung versetzt und entfaltet erst dadurch ihre Bestimmung.
Meine Arbeit nutzt die Fahnen als Bildträger des Motives was sie selbst bewegt. „Wind und Wetter.“ Auf den einzelnen Flaggen ist jeweils ein anderes Bild aufgedruckt.
Die Fahne als landschaftsprägendes Element selbstreflektierend als Bildträger zu nutzen verspricht eine neue Rezeption derselben.

Wind und Wetter ist eine temporäre Installation welche wandert.

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02.02.2021 - 30.04.2021 10 Fahnen | Kielline, D
16.05.2021 - 30.07.2021 1 Fahne | Altfriesisches Haus seit 1640, Sylt / Keitum, D
16.05.2021 - n.n. 1 Fahne | Steinzeitgrab Denghoog, Sylt / Wenningstedt, D
18.05.2021 - 30.07.2021 4 Fahnen | Hauptbahnhof Kiel, D
18.05.2021 - 19.11.2021 6 Fahnen | Bootshafen, Kiel, D
20.09.2021 - n.n 1 Fahne | Contemporary art gallery Kunstplass, NO
19.11.2021 - 22.11.2021 10 Fahnen | Rathausplatz, Kiel, D
19.11.2021 - 04.03.2022 12 Fahnen | Platz der Kinderrechte, Kiel, D
08.03.2022 - 10.04.2022 1 Fahne | Sønderborg, DK
11.03.2022 - 1 Fahne | Holnis, D
01.04.2022 - 3 Fahnen | Rathaus Glücksburg, D
12.04.2022 - 16.04.2022 6 Fahnen | Båtstø, NO

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Dieses Projekt wurde durch den Kunstbeirat und die Stadt Kiel im Rahmen der Kunst im öffentlichen Raum in Kiel und Schleswig-Holstein gefördert.

Die Kunsthistorikerin Lara Bader schreibt hierzu:

Ihrer Funktion nach markieren Flaggen Zugehörigkeiten verschiedener Art sowie besondere Botschaften. Doch statt symbolträchtiger Motive zeigen die Flaggen der Installation Wind und Wetter (2021) von Chili Seitz fotografierte Himmelsansichten. Diese ähneln sich, sind jedoch jeweils einzelne, unikale Momentaufnahmen von Wolken, die durch einen ansonsten blauen Himmel ziehen. Im Wind werden sie zu Bewegtbildern.
Die Ansichten widersprechen dem ursprünglich militärisch-patriarchalen Machtgestus des Flagge-Zeigens, schließlich bilden sie ab, was territorial nicht vom Menschen erobert werden kann. Die Künstlerin besetzt bereits installierte Masten und konterkariert die sonst an dieser Stelle angebrachten hegemonialen Botschaften, indem sie zeigt, was eh schon da ist. Sie fügt dem Ort nichts Neues hinzu, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auf das stets Gegebene: Wind und Wetter.
Bei den Standorten der wandernden Installation handelt es sich stets um Orte mit Weitsicht. Dort werden die meist lokalen Erkennungszeichen ersetzt durch Himmelsansichten, deren Motiv jedem Menschen geläufig ist. Sie schließen niemanden aus – ganz im Gegenteil, denn die Alltäglichkeit des Anblicks markiert jeden Menschen als Weltbürger*in.
Lara Bader


wind und wetter, 2021
wind und wetter, 2021
wind und wetter, 2021
wind und wetter, 2021
wind und wetter, 2021

Wind und Wetter, immer in Bewegung.

wind und wetter, 2021
wind und wetter, 2021
wind und wetter, 2021

Vor dem Rathaus Kiel

wind und wetter, 2021

an der contemporary art gallery Kunstplass, Oslofjord, Norwegen

wind und wetter, 2021

Bootshafen Kiel

wind und wetter, 2021

Steinzeitgrab Denghoog, Sylt / Wenningstedt

wind und wetter, 2021

Der erste laue Abend...

wind und wetter, 2021

Abendflaute

wind und wetter, 2021

Der erste Schnee seit Jahren und endlich frischt der Wind auf.

wind und wetter, 2021

Am Tag als die Fahnen gehisst wurden war es total windstill.

wind und wetter, 2021

ICM photography